Soundwalks

Spaziergänge durch Hamburgs Klangfelder.

Ein Soundwalk ist ein Hörspaziergang, bei dem sich die Teilnehmer/innen ganz den Klängen und Geräuschen unserer akustischen Umwelt widmen. Ob musikalisch, forschend oder als sinnliche Erfahrung – die Welt der Geräusche ist grenzenlos und fließend.

Der Soundwalk beginnt als aufmerksames Gehen und ungerichtetes Lauschen. Ein Eintauchen und Umherschweifen in unsere akustische Umgebung. Wir suchen Orientierung an Geräuschen und geben uns dem Rauschen der Stadt hin. Klang ist ein körperlicher Kontakt zum Raum. Geräusch ist Präsenz, Gegenwart und Zeitfluss und unser Weg eine gemeinsame Komposition mit Alltagsklängen.

Preise und Angebote

Ein Soundwalk dauert ca. 2 Stunden und kostet ca. 15 Euro pro Person. Die Walks finden ab 6 Teilmehmern statt und sind auf maximal 20 begrenzt.

Nächste Termine: http://spaziergaeng.de/

Neben den öffentlichen Walks nehme ich Aufträge von Gruppen an. In diesem Fall können Ort,  Dauer, Methoden und Ziele des Walks Individuell auf die Gruppe und deren Interessen abgestimmt werden. Preis nach Absprache.

 

Diese Soundwalks gibt es schon:

Soundwalk 01: Lauschen & Rauschen vom Park Fiction zur Stadthausbrücke

Soundwalk 02: Lauschen & Rauschen rund um den Stephansplatz

Soundwalk 03: Lauschen & Rauschen in der Neustadt

Soundwalk 04: Lauschen & Rauschen in Eppendorf

Soundwalk 05: Lauschen & Rauschen am Grindel

Soundwalk 06: Lauschen & Rauschen im Wohlerspark

Soundwalk 07: The Sound of Money

Soundwalk 08: Lauschen & Rauschen entlang der Elbe

Soundwalk 09: Am internationalen Tag gegen Lärm

Soundwalk 10: Lauschen & Rauschen in Eppendorf II

 

 

Drei Personen …

“Musik ist alles, was hörbar ist, sie umfasst die Klänge und Geräusche innerhalb und außerhalb von Konzertsälen“. (John Cage)

1952 hat der amerikanische Komponist John Cage (1912-1992) in seinem Stück 4`33 Alltagsklänge auf grandiose Weise musikalisch inszeniert. Das Stück, geschrieben für ein Klavier, besteht aus drei Sätzen ohne Noten mit der einzigen Anweisung „Tacet“ -„Er, Sie, Es Schweigt“. Das Stück gilt als Wegbereiter für die experimentelle Musik und wird bis heute in Konzerthäusern oder an öffentlichen Plätzen aufgeführt. Die Aufmerksamkeit der Zuhörer richtet sich auf die (Alltags-) Geräusche, die anstelle des Konzerts zu hören sind.

 

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„Deep Listening bedeutet auf jede erdenkliche Art zu lauschen, egal was man tut. Dieses intensive hören schließt den Klang des täglichen Lebens mit ein, den der Natur, den der eigenen Gedanken und der musikalischen Klänge.“ (Pauline Oliveros)

Pauline Oliveros (1932-2016) war eine amerikanische Komponistin, zählte zu den Pionieren elektronischer Musik, war bekannt als kulturelle Aktivistin und Hörpädagogin. Deep Listening ist nach Pauline Oliveros nicht nur eine ganzheitliche Form des Zuhörens sondern eine auditive Lebenspraxies und Idiologie. Dabei ist das bewusste Zuhören kein passives konsumieren, sondern ein aktives Teilnehmen.

„Dem Raum zuzuhören verändert ihn und ein sich verändernder Raum verändert das Zuhören.“ (Pauline Oliveros)

 

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“Hören ist eine Art von Berührung aus der Ferne, und die Intimität des Hörens verbindet sich mit dessen gemeinschaftsstiftenden Kraft, wenn Menschen zusammen kommen, um etwas spezielles zu hören.“  (R.Murray Schafer)

Für den Komponisten, Klangforscher und Hörpädagogen R.Murray Schafer ist unsere gesamte akustische Umwelt eine große musikalische Komposition. Im Zentrum seiner Überlegung steht der Mensch und sein Einfluss auf den weltlichen Klang. Er beschreibt den Begriff Soundscape (Klanglandschaft) als eine Gesamtheit aller akustischen Ereignisse an einem Ort, zu denen er Naturklänge, Alltagsgeräusche, Sprache und Musik zählt.

„Klang ist Bewegung“ (R.Murray. Schafer)

Ende der 1960er Jahre gründet Schafer das World Soundscape Projekt (WSP) um die drastischen Veränderungen unserer Klanglandschaften durch den wachsenden Lärm von Industrie, Maschinen, Auto- und Flugverkehr zu erforschen. Schafer entwickelte während seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit zahlreiche Methoden für eine Schule des Hörens. Soundwalks (Hörspaziergänge) gehörten bei ihm sowohl zur Forschung wie auch zu seiner Lehrtätigkeit als Komponist.

 

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