Geräuschzeichnungen

Geräuschzeichnungen sind Skizzen, Bilder oder Notationen von akustischen Umgebungen (Soundscapes). Ähnlich einem Seismograph, der auf Beben oder Erschütterungen reagiert, versucht man beim Geräuschzeichnen, mit geschlossenen Augen (manchmal auch mit offenen), Vibrationen und Schallwellen direkt auf Papier oder Leinwand zu übertragen. Dabei geht es darum die Geräusche möglichst nicht zeichnerisch mit ihrer Quelle in verbindung zu bringen (Auto, Vogel, etc.), sondern ihre Klangcharakteristik aufzuzeichnen.

Ein und dieselbe Klanglandschaft kann zur gleichen Zeit von vielen Leuten skizziert werden und dennoch entstehen ganz unterschiedliche Bilder. Jeder Mensch Hört anders, konzentriert sich im Moment des Zeichnens auf andere Geräusche oder interpretiert und charakterisiert diese auf unterschiedliche Art und Weise. Das Zeichnen intensiviert und konzentriert das Zuhören. So entstehen (abstrakte) Bilder oder auch Partituren die von den (konkreten) Klängen unserer Umgebung ausgehen.

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Stadthausbrücke Hamburg 10.06.17

 

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Stadthausbrücke Hamburg 10.06.17

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Stadthausbrücke Hamburg 10.06.17