Kompositionsprojekte

Reise 21 Das Fremde=Das Eigene?

Kompositionsprojekt an der Tegelwegschule (Mai – Oktober 2018) im Rahmen von Klangradar 3000 – Reise 21 Das Fremde=Das Eigene?

Während des halbjährigen Projekts habe ich die Schülerband der Tegelwegschule (Kinder mit Körperbehinderungen im Alter zwischen 8 und 15 Jahren) als Komponist beim Experimentieren mit Klängen und Geräuschen begleitet. Gemeinsam haben wir die ca. 15 minütige Komposition „Otare – Reise in verschiedene Welten“ entwickelt. Diese wurde am Freitag den 30.11.18 im Rahmen des Greates Hits Festival auf Kampnagel aufgeführt.

Otare – Reise in verschiedene Welten:  Ausgehend vom eigenen Körperinneren als Ort, führt die Klangreise in die Fremde: in eine Unterwasserwelt und in die Wüste. In der Komposition sind Körperklänge wie Herzschlag und Atem zu hören. Als Klangerzeuger dienen ausserdem Elemente wie Wasser, Sand und trockene Blätter, aber auch Instrumente wie Percussion, Magic Flute und Theremin. Die Auswahl der Orte hat sich durch Klangexperimente und die dazu entstandenen Assoziationen herauskristallisiert. Verknüpft wird die Klangmalerei mit einer visuellen Ebene von Licht- und Schattenprojektionen.

Um es einem Schüler der Gruppe zu ermöglichen, die Komposition eigenaktiv mitzugestalten, haben wir seinen Herzschlag und seine Atemgeräusche mit einem Spezialmikrofon abgenommen. Sie stellen klanglich die Welt des Körperinneren dar und ermöglichen es dem Schüler, selbstständig ein „Solo“ zu spielen. An anderer Stelle fungiert er als „Dirigent“, indem die Mitschüler/innen mit Klängen auf seine Körperbewegungen reagieren.

Hier Dokumentation und Videos:

Projektdokumentation auf Klangradar3000.de

Abschlusskonzert auf Klangradar3000.de

 

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„Karolonia Soundwalker“

Workshop mit Schülern aus Neuallermöhe im Juni 2018 im Rahmen des Projekts „Karolonia – Stadtlabor für temporäre Weltverbesserung“.

https://www.karolonia.com/

“Karolonia Soundwalker“ sind Schüler der Gretel Bergmann Schule/Klasse 9f aus Hamburg Neuallermöhe. Im Rahmen des Projekts „Karolonia – Stadtlabor für temporäre Weltverbesserung“ experimentierten wir mit den urbanen Geräuschen und Klangräumen im Karoviertel. Sind (Alltags-)Geräusche Musik? Wie klingt Karolonia? Wie klingen wir? Wem gehören unsere Klangräume? Welche Einfluss haben Klänge (Musik) auf Atmosphären?

Mit Soundwalks (Hörspaziergängen) haben wir uns in die klanglichen Dimensionen von Orte erkundet. Im Verlauf des Projekts entwickelte die Gruppe einen „akustischen Aktionismus“ als Form der Aneignung von Stadtraum. Die musikalische Ideen kommunizieren mit den jeweiligen Orten. Manche Räume werden durch die akustische Intervention überhaupt erst hörbar oder bekommen auf diese Weise eine neue Bedeutung.

Die folgende Aufnahme dokumentiert den Prozess der Gruppe und ist gleichzeitig eine eigenständige Kompositionen und Hörstücke.

 

 

 

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„Kompositionsprojekt Stadtteilschule Mitte“

Kompositionsprojekt an der Stadtteilschule Hamburg Mitte (Sep. 2017 – Jan. 2018) im Rahmen von Klangradar 3000 Komponisten mobil.

 

Der Musikkurs 13 hat sich ein Halbjahr lang mit Stille, Alltagsgeräuschen, Klangräumen und dem bewussten Zuhören beschäftigt. Ziel des Projektes war es, dass die Schüler selbst Musik erfinden. Die Ideen der Schüler resultieren aus “Soundwalks“ (Hörexkursionen) im Stadtteil St. Georg. Die Soundwalks dienten dazu den Schülern verschiedene Methoden des Hörens vorzustellen, die Wahrnehmung zu schärfen und diese Erfahrungen als Inspiration für eigene Kompositionen zu nutzen. Heraus gekommen ist eine Stück das mit Stille, Geräuschen und instrumentellen Klängen gleichermaßen spielt und den jeweiligen Raum erforscht. Das Stück wurde von den Schülern selbst Komponiert und Insziniert (Fr. 12.01.18 Koppel 66).